Ehrenamt lohnt sich!

Damit die Vereinsarbeit funktionieren kann, gibt es viele ehrenamtliche Helfer, die sowohl den Trainingsbetrieb als auch die Vorstandsarbeit in den Abteilungen und vom gesamten Verein unterstützen oder übernehmen. Auch die Jugendarbeit wird ehrenamtlich geführt. Damit es einen Jugendvorstand geben kann, der sich für die Belange der Jugend, Jugendveranstaltung usw. einsetzt, braucht die Vereinsjugend DICH! 

 

Die Sportfreunde Kladow e.V. möchten aber an dieser Stelle ebenso einmal hervorheben, was das Ehrenamt für Dich bewirken kann. Aus diesem Grund haben wir einmal direkt in der Vereinsjugend der Sportfreunde nachgefragt und stellen hier kurz Sebastian Fleischer und seine Erlebnisse vor.

 

Interview mit Sebastian Fleischer

 

 

SF Kladow: Sebsatian, vielen Dank für die Bereitschaft dich und dein ehrenamtliches Engagement vorzustellen. Bitte stell dich doch  kurz vor und was Du so machst? 2015 02 26 sebastian

Sebastian:
Mein Name ist Sebastian Fleischer, ich bin 23 Jahre alt und studiere Wirtschaftsingenieurwesen M.sc. an der Technischen Universität Berlin. Seit April 2013 bin ich Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes e.V.. Das Wintersemester 2014/15 verbrachte ich an der Aarhus School of Business – Dänemark. Ich bin leidenschaftlicher Judoka, Kitesurfer und Snowboarder und habe 2013 erfolgreich am Berlinmarathon teilgenommen.

SF Kladow:  Welchen Sport treibst Du beim SF Kladow und seit wann?

Sebastian: Seit März 2001 bin ich Judoka beim SF Kladow. Im Jahr 2007 wurde ich in meiner Alters- und Gewichtsklasse unteranderem Berliner-Meister, Nordostdeutscher-Vize-Meister und Neunter bei den Deutschen Meisterschaften. Im Gleichen Jahr nahm ich zudem am Deutsch-Japanischen Kulturaustausch der Deutschen Sportjugend teil und legte meine Prüfung zum 1.Dan (schwarzer Gürtel) ab.

SF Kladow: Wie hast Du dich ehrenamtlich beim SF Kladow engagiert? Was waren dabei deine Aufgaben?

Sebastian: Bereits 2005, mit 14 Jahren, begann ich unsere Trainer auf der Matte als Co-Trainer zu unterstützen. Dabei fungierte ich hauptsächlich als Partner beim Präsentieren von Techniken, half jüngeren Sportlern beim Erlernen neuer Techniken und leitete Spiele oder Dehnübungen. Im Jahr 2010 machte ich dann die Ausbildung zum Trainer C Breitensport. Seit dem habe ich eigenständig Trainingspläne erstellt und Kurse geleitet.

Im Jahr 2011 ergriff ich die Initiative zur Gründung einer Kadergruppe für die Förderung ausgezeichneter Wettkampfsportler. Diese Gruppe leitete ich bis Mitte 2014.

Im Jahr 2013 übernahm ich die Organisation und die sportliche Leitung der traditionellen Spandauer Meisterschaft im Judo mit rund 250 Teilnehmern.

Zudem war ich an der Konzeptfindung der neuen Homepage des SF Kladow beteiligt.

SF Kladow:  Was bereitete Dir dabei am meisten Freude?

Sebastian: Eine gute Stimmung auf der Matte ist mir als Trainer besonders wichtig. Auf diese Weise bereitet jedes Training Freude. In einer guten Trainingsatmosphäre können sich Sportler auch besser entwickeln und langfristig erfolgreich sein. Die größte Freude habe ich, wenn meine Sportler die Früchte der harten Trainingseinheiten ernten und vom Siegertreppchen in meine Richtung lächeln.

SF Kladow:  Was konntest Du für dich an Erfahrungen sammeln?

Sebastian:
Als Trainer eignet man sich viel von dem an was so wichtig für die persönliche Entwicklung ist, aber nur an wenigen Universitäten gelehrt wird: Soft Skills. Dazu gehört vor allem das souveräne Auftreten und Vortragen vor einer Vielzahl von Zuhörern, aber auch Verantwortung zu tragen, gut strukturiert zu arbeiten und im Team zu kommunizieren.

SF Kladow:  Wobei konnten Sie Ihre Erfahrung aus dem Ehrenamt bereits im Alltag einbringen?

Sebastian:
In der Universität und im Beruf gehört das Präsentieren von Arbeitsergebnissen zum Alltag. Die als Trainer erworbene Fähigkeit, gelassen mit Stresssituationen umzugehen, ist dabei besonders hilfreich. Aber auch die Erkenntnis, dass es unterschiedliche Charaktere gibt, mit denen man ganz individuell umgehen muss, hilft mir bei Teamarbeiten weiter.

SF Kladow:  Und inwieweit unterstützte die ehrenamtliche Tätigkeit deinen beruflichen Werdegang?

Sebastian:
Eine elementare Voraussetzung zur Aufnahme in die Eliteförderung der Studienstiftung des deutschen Volkes e.V. ist ehrenamtliches Engagement. Oliver Kittler, Mitglied des Vorstandes des SF Kladow, unterstütze mich bei dem Aufnahmeprozess mit einem ausführlichen Empfehlungsschreiben. Auch bei der Bewerbung zur Durchführung eines Auslandssemesters fiel mein soziales Engagement positiv ins Gewicht.

SF Kladow:  Was erhoffst Du dir vom SF Kladower Jugendvorstand für die Vereinsjugend Kladow?

Sebastian: Schon zu Beginn des Jahres 2012 erörterte ich Oliver Kittler die Idee ein Sprachrohr der Jugend im Vorstand zu installieren. Ich weiß zwar nicht, ob diese Idee letztlich zur Gründung des Jugendvorstandes geführt hat, ich bin jedoch froh, dass es nun eine Interessenvertretung der jungen Sportsfreunde im Vorstand gibt.

Ich denke junge Sportler haben oft eine besondere Sichtweise wenn es um die Gestaltung des Vereinslebens geht. Meiner Erfahrung nach vertrauen diese jungen Sportler oft darauf, dass der Vorstand und die Mitgliederversammlungen auch in ihrem Sinne mitentscheiden. Wie aber sollen diese Organe wissen, was „im Sinne der jungen Sportler“ bedeutet?

Der Jugendvorstand sollte uns Sportsfreunden aus Kladow einerseits bewusst machen, dass bei Vereinsentscheidungen die Jugend zu berücksichtigen ist, andererseits aber auch, dass diese Jugend sich aktiv am Vereinsleben beteiligen muss, damit Ihre Interessen langfristig gewahrt werden.

Ich würde mich besonders freuen, wenn der Jugendvorstand es schaffen würde, die Jugend des Vereins Sportartenübergreifen zu vernetzen und gemeinsame Events zu veranstalten.

SF Kladow: Vielen Dank noch einmal, dass Du dir die Zeit für unsere Fragen genommen hast und der SF Kladow e.V. wünscht dir für dein Studium und deine sportlichen Herausforderungen weiterhin viel Erfolg!

 

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